www.presse.dak.de >> DAK-FORSCHUNG
Forsa-Studie: Vorsätze für 2008

Vorsätze für 2008

Datenbasis: 1.500 Befragte
Erhebungszeitraum: 3. bis 5. Dezember 2007
statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte
Auftraggeber: DAK


Ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für das kommende Jahr stehen bei den Befragten „Mehr Zeit für die Familie oder Freunde“ (64 %), „Stress vermeiden oder abbauen“ (60 %), „Mehr bewegen oder Sport treiben“ (55 %) und „Mehr Zeit für sich selbst haben“ (53 %). 48 Prozent haben sich vorgenommen, sich gesünder zu ernähren, 33 Prozent wollen abnehmen, 32 Prozent weniger Geld ausgeben, 23 Prozent weniger fernsehen, 18 Prozent das Rauchen aufgeben und 17 Prozent weniger Alkohol trinken.

Der Vorsatz, Stress zu vermeiden bzw. abzubauen wird vor allem von den unter 60-Jährigen genannt.

Vorsätze 2008 *)
ins-
gesamt
%
Männer
%
Frauen
%
18- bis 29-
Jährige
%
30- bis 44-
Jährige
%
45- bis 59-
Jährige
%
60 Jahre
und älter
%
Haupt-
schule
%
mittl.
Abschluss
%
Abitur,
Studium
%
mehr Zeit für Familie/ Freunde
64
65
64
65
75
68
50
64
66
63
Stress vermeiden/ abbauen
60
59
61
53
68
63
47
55
62
60
mehr bewegen/ Sport treiben
55
57
54
56
62
54
50
47
55
60
mehr Zeit f. sich selbst haben
53
47
59
56
59
61
39
51
55
53
gesünder ernähren
48
50
46
54
54
47
39
43
50
50
abnehmen
33
30
36
27
35
32
36
32
35
34
weniger Geld ausgeben
32
32
32
41
30
29
28
32
34
27
weniger fernsehen
23
26
21
28
25
19
19
21
22
24
Rauchen aufgeben
18
20
16
21
20
20
11
20
19
15
weniger Alkohol trinken
17
21
13
16
16
17
16
21
14
15
*) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich


Die folgenden Ergebnisse beziehen sich nur auf diejenigen Befragten, die sich für das Jahr 2008 vorgenommen haben, Stress zu vermeiden bzw. abzubauen.

Zunächst wurden diese gefragt, in welchen Situationen sie Stress empfinden. 50 Prozent nennen Zeitdruck im Beruf, 42 Prozent Hektik und Stress im Alltag, 40 Prozent Streit oder Ärger in der Familie, 38 Prozent die Herausforderung Beruf und Familie „unter einen Hut“ zu bekommen, 35 Prozent gesundheitliche Sorgen, 29 Prozent zu viele familiäre Verpflichtungen, 28 Prozent die Angst vor dem Jobverlust und 27 Prozent Konflikte mit Kollegen oder ihrem Chef.

Zum Teil sehr deutliche Unterschiede zeigen sich hier bei Aufschlüsselung nach dem Alter der Befragten. Ereignisse bzw. Situationen rund um den Beruf und Streit in der Familie lösen vor allem bei den unter 60-Jährigen Stress aus, während die Älteren vergleichsweise häufig bedingt durch gesundheitliche Probleme oder ein Übermaß an familiären Verpflichtungen Stress empfinden.

Streit oder Ärger in der Familie und viele familiäre Verpflichtungen empfinden außerdem die Frauen deutlich häufiger als Stress auslösende Situationen als die Männer.

Situationen, in denen man Stress empfindet *)
ins-
gesamt
%
Männer
%
Frauen
%
18- 29
%
30- 44
%
45-59
%
60
und
älter
%
Erwerbs-
tätige
%
Haupt-
schule
%
mittl.
Abschluss
%
Abitur,
Studium
%
Zeitdruck
im Beruf
50
53
48
66
61
61
14
66
47
49
54
Hektik und Stress im
Alltag
42
39
44
39
47
42
39
42
52
37
42
Streit oder
Ärger in der Familie
40
36
43
49
45
35
27
39
39
40
38
Beruf und Familie "unter einen Hut bekommen"
38
40
37
43
50
40
18
45
38
39
40
gesundheit-
liche Sorgen
35
31
39
23
36
36
48
31
37
34
36
viele familiäre Verpflichtungen
29
20
37
23
29
25
36
24
36
27
25
Angst vor Jobverlust
28
26
30
40
39
30
7
35
28
35
26
Konflikte mit Kollegen oder Chef
27
26
28
37
36
30
7
35
21
29
31
*) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich
Basis: Befragte, die sich für 2008 vorgenommen haben, Stress zu vermeiden oder abzubauen


Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Symptome unter denen die Befragten bei Stress leiden. Mit Abstand am häufigsten äußert sich Stress bei ihnen in Gereiztheit (67 %). Symptome, die außerdem bei mehr als der Hälfte auftreten, sind Konzentrationsstörungen oder Nervosität (58 %) und Verspannungen (54 %).

Abgesehen von Gereiztheit, gesteigerter Aktivität, Lust auf eine Zigarette oder Alkohol geben die Frauen bei allen abgefragten Symptomen deutlich häufiger als die Männer an, bei Stress darunter zu leiden.

Stress-Symptome *)
ins-
gesamt %
Männer %
Frauen %
18- bis 29- Jährige %
30- bis 44- Jährige %
45- bis 59- Jährige %
60 Jahre und älter %
Haupt-
schule
%
mitll.
Abschluss
%
Abitur,
Studium
%
Gereiztheit
67
64
69
75
74
66
51
58
67
71
Konzentra-
tionsstörungen/ Nervosität
58
52
64
58
58
59
55
62
56
57
Verspannungen
54
42
65
56
60
51
52
44
58
60
Schlaf-
störungen
48
38
58
42
46
53
60
51
48
53
Lustlosigkeit
41
37
45
47
44
36
37
38
43
40
Kopf-
schmerzen
39
28
49
51
44
34
26
34
42
38
Gesteigerte Aktivität
34
34
35
41
35
38
29
35
38
33
Verdauungs- probleme/ Magen-
schmerzen
30
22
37
24
35
34
28
31
35
31
Lust auf eine Zigarette
25
26
24
33
33
26
12
29
29
21
Appetit-
losigkeit
21
13
28
29
22
21
15
24
18
23
Heißhunger- attacken
20
16
24
19
24
21
18
21
20
22
Lust auf Alkohol
10
12
7
10
11
7
8
8
9
11
*) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich
Basis: Befragte, die sich für 2008 vorgenommen haben, Stress zu vermeiden oder abzubauen


73 Prozent möchten 2008 Gespräche mit dem Partner, Freunden oder Kollegen suchen, um Stress zu vermeiden oder abzubauen.

Weitere häufiger genannte Strategien sind in diesem Zusammenhang regelmäßige Spaziergänge oder Radfahren (68 %), regelmäßiger Sport (64 %), Ausgleich durch Freizeitaktivitäten wie Kino, Theater oder Ausstellungen (64 %) und das Setzen realistischer Ziele (62 %). 50 Prozent wollen dies mit gezieltem Zeitmanagement für Beruf oder Familie, 44 Prozent mit mehr Schlaf und 35 Prozent durch die Nutzung von Entspannungstechniken, wie zum Beispiel autogenes Training, Yoga oder Tai Chi versuchen.

Strategien für 2008, um Stress zu vermeiden oder abzubauen *)
ins-
gesamt
%
Männer
%
Frauen
%
18- 29
%
30-44
%
45-59
%
60
und
älter
%
Haupt-
schule
%
mitll.
Abschluss
%
Abitur,
Studium
%
Gespräche mit Partner, Freunden, Kollegen
73
71
75
76
77
72
68
77
73
72
regelmäßiger Spazieren gehen, Radfahren
68
67
68
57
75
73
69
73
72
68
regelmäßiger Sport treiben
64
65
64
73
64
65
53
58
60
70
Ausgleich durch Freizeitaktivitäten
64
64
65
69
68
59
59
63
60
68
eigene Ziele realistischer setzen
62
61
63
67
62
66
50
68
65
55
gezieltes zeitmanagement f. Beruf u. Familie
50
49
51
57
61
50
29
46
49
53
mehr schlafen
44
41
46
54
45
40
35
45
44
38
Entspannugns-
techniken
35
23
46
27
39
38
40
33
35
41
*) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich
Basis: Befragte, die sich für 2008 vorgenommen haben, Stress zu vermeiden oder abzubauen



Erscheinungsdatum:

12/18/2007

Ansprechpartner/in:

Nina R. Osmers

E-Mail:

nina.osmers@dak.de

Telefon:

040/2396-1030