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Foto: DAK/Schläger | | |  | | Ein knallroter Kopf, Schweißausbrüche, das Blut pocht in den Schläfen – wer im Sommer mit dem Rad fährt, kennt das Gefühl: Der Weg, der sich noch im Frühjahr mühelos meistern ließ, wird bei 30 Grad unendlich lang. Kein Wunder: Im Sommer ist der menschliche Körper stark mit der Wärmeregulation beschäftigt und daher weniger leistungsfähig, erklärt DAK-Sportwissenschaftler Uwe Dresel. Grund dafür ist die stärkere Durchblutung und die Bemühung, den Körper nicht zu überhitzen. Dadurch werden Nieren, Leber und Muskulatur schlechter mit Blut versorgt.
Trotzdem sieht Dresel keinen Grund, auf sportliche Aktivitäten zu verzichten. “Im Gegenteil! Wer es ruhig angehen lässt, kann im Sommer all die positiven Wirkungen von Sport und Bewegungen für sich nutzen, die Abwehrkräfte stärken und Herz- und Kreislauf in Schwung halten – und nicht zuletzt Haut und Figur straffen.” Am geeignetsten sind gleichmäßige, leichte Belastungen, etwa beim Radfahren, Joggen, Wandern und Schwimmen. Aber auch Wassersportarten wie Bootfahren (Kanu, Rudern) machen im Sommer Spaß und halten fit.
Bei allen Aktivitäten gilt: Die Wasserflasche sollte immer in greifbarer Nähe sein. Im Sommer kann der Flüssigkeitsbedarf auf drei bis vier Liter pro Tag steigen. Ohne ausreichende Versorgung mit Wasser wird der Kreislauf überbelastet und die Leistungsfähigkeit sinkt. Kopfschmerzen und Schwindel sind dringliche Mahnungen, schnellstens in den Schatten zu gehen und reichlich zu trinken. “Besser ist, es erst gar nicht soweit kommen zu lassen und den eigenen Wasservorrat vorab aufzufüllen”, rät Uwe Dresel.
WEITERE TIPPS
DES DAK-EXPERTEN
- Nicht übertreiben: Bei plötzlichem Temperaturanstieg sollte das Training – besonders die Intensität – reduziert werden. Der Körper braucht einige Tage, um sich anzupassen und mehr Schweiß zur Abkühlung zu produzieren.
- Abkühlen: Niemals vom Sonnenbad direkt aufs Rad oder in die Laufschuhe. Erst nach einer halben Stunde im Schatten mit dem Sport beginnen.
- Aufwärmen: Es klingt vielleicht paradox, aber auch im Sommer müssen Sie sich vor dem Sport aufwärmen. Auch wenn sich Ihr Körper sehr warm anfühlt – die Muskulatur ist es nicht und damit besteht ein Verletzungsrisiko.
- Kopf bedecken: Vermeiden Sie pralle Sonnenstrahlung beim Sport und tragen Sie Kopfbedeckungen, auch wenn es sich darunter heiß anfühlt. Dazu atmungsaktive leichte Kleidung.
Fit nach Plan:
Die DAK-Broschüre “Die richtige Wahl – Ausdauertraining” gibt wertvolle Tipps für das richtige Sportprogramm. Sie ist kostenlos in allen DAK-Geschäftsstellen erhältlich oder im Internet unter www.dak.de/DAK24. |