DAK-Umfrage in Baden-Württemberg: Fast 20 Prozent der jungen Erwachsenen würden für gutes Aussehen Gesundheitsrisiko eingehen
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Foto: DAK/Wigger | | |  | | Fitness-Wahn, Hungerkuren, Schönheitsoperationen – ein gutes Aussehen wird für junge Menschen in Baden-Württemberg immer wichtiger. Fast 20 Prozent der unter 30-Jährigen würden dafür sogar ein Gesundheitsrisiko eingehen. Das ergab ein aktuelles DAK-Gesundheitsbarometer*. Hintergrund für den gefährlichen Jugend-Trend: Die Mehrheit (61 Prozent) im Land glaubt, dass gut aussehende Menschen im Beruf erfolgreicher sind als weniger attraktive. Fast ein Viertel ist überzeugt, dass die Hübschen insgesamt ein glücklicheres Leben führen. Daher verwundert nicht, dass jeder dritte Baden-Württemberger in jungen Jahren auch eine Schönheitsoperation für sich nicht ausschließt. Besonders gefragt sind dabei Fettabsaugen und Nasenkorrekturen.
„Der bedenkliche Trend aus den USA zu riskanten Schönheitsoperationen wird auch bei unserer Jugend verstärkt deutlich“, kommentiert DAK-Landeschef Markus Saur die Ergebnisse. „Doch das Skalpell des Arztes ist kein Garant für mehr Lebensglück.“ Dieser Ansicht sind auch 55 Prozent der Befragten. Vor allem die Älteren meinen, dass die „innere Schönheit“ mehr zähle als gutes Aussehen.
Favoriten der Frauen: Fettabsaugen und Nase korrigieren
Bei den Frauen sind typische Schönheitsoperationen wie das „Fettabsaugen“ und „Korrekturen der Nase“ besonders beliebt. Fast jede zehnte Befragte könnte sich einen solchen Eingriff vorstellen. Eine Brustvergrößerung kommt für fünf Prozent der Frauen in Frage. Die derzeit viel diskutierten Schönheitsoperationen am Genitalbereich sind in Baden-Württemberg noch kein Thema. „Gut, dass sich die Menschen im Land nicht durch jede neue Schönheitsnorm unter Druck setzen lassen“, so DAK-Landeschef Saur.
Männer – Gute Figur ohne Gesundheitsrisiko
Auffällig bei der Schönheits-Umfrage ist ferner, dass besonders die Männer bei ihren Frauen eine gute Figur machen möchten und nicht umgekehrt. Für 67 Prozent ist das besonders wichtig, während es „nur“ 58 Prozent der Frauen im Bezug auf ihren Partner bestätigen. Trotzdem sind die Männer im Land skeptischer, was Schönheitsoperationen angeht. Für 84 Prozent kommen sie generell nicht in Frage. Am ehesten wäre für das starke Geschlecht noch eine Korrektur der Nase (vier Prozent) und Fettabsaugen (drei Prozent) denkbar.
Die DAK Baden-Württemberg weist darauf hin, dass Schönheitsoperationen in Einzelfällen durchaus sinnvoll sein können. „Natürlich gibt es auch Eingriffe, die aus medizinischer Sicht notwendig sind. Die Schönheitschirurgie ist zum Beispiel von großem Nutzen, wenn Menschen durch Unfälle oder Verbrennungen entstellt wurden“, erläutert Saur.
* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa unter 503 Befragten in Baden-Württemberg. Erhebungszeitraum: 10. bis 17. November 2008. |