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Kinderthemendienst der DAK-Gesundheit, Ausgabe 10
Sport und Spiel im Schnee

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Paul und Lina sind begeistert, denn über Nacht hat es endlich geschneit. Die beiden freuen sich über die glitzernden Flocken und darüber, dass die Welt plötzlich ganz anders aussieht. Ob Häuser, Bäume oder Wiesen: Alles ist von einer dicken, weißen Schicht Schnee bedeckt. „Lina, lass uns heute zum Spielen raus gehen“, schlägt Paul vor. Schnell noch die warmen Schneeanzüge, Schals, Mützen und Handschuhe anziehen und schon geht es los.

Draußen treffen sie Sportlehrer Uwe Dresel, der bei der DAK-Gesundheit arbeitet. Er hat viele gute Ideen, wie man im Schnee Sport treiben und viel Spaß haben kann. Als erstes wird gerodelt. „Zum Rodeln braucht man nicht unbedingt einen Schlitten“, erklärt Uwe Dresel. „Mit einem Rutschteller oder einer festen Plastiktüte könnt ihr blitzschnell den kleinen Hang hinter eurem Haus hinuntersausen.“ Lina und Paul schliddern mit Gejohle den Hügel hinab und rennen gleich wieder hoch, um noch einmal zu rutschen – ein tolles Training für die Kondition und für das Herz-Kreislauf-System der Kinder. Obwohl es ziemlich kalt ist, wird beiden vom Rodeln und Rennen ganz warm. „Bevor ihr schwitzt, zieht lieber eine Lage eurer Kleidung aus“, rät Uwe Dresel. „Wenn ihr fertig seid, zieht euch schnell wieder an, sonst holt ihr euch eine Erkältung.“ Auf seiner Plastiktüte, die nicht so gut lenkbar ist, kommt Paul nur in Schlangenlinien ans Ziel. Da es auf der Wiese aber keine Bäume oder Büsche gibt, die ihm im Weg stehen, ist das nicht weiter schlimm. Lina schafft es mit ihrem Rutschteller schon ganz elegant nach unten.

Fangen und gefangen werden
Uwe Dresel schlägt vor, als nächstes Dreierfangen zu spielen. „Das ist ganz einfach. Mit einem Schneeball jagt Lina Paul, während ich mich verstecke. Sobald Lina Paul getroffen hat, wird er zum Jäger und ich muss rennen, um keinen Schneeball abzukriegen.“ Mit dem Spiel üben sie einerseits ihre Treffsicherheit, andererseits kommt es auch auf Schnelligkeit an. Die drei rennen und werfen so lange, bis sie ganz aus der Puste sind und große Nebelwolken ausatmen. Am Ende weiß niemand mehr, wer Jäger und wer Gejagter ist und das Spiel wird zu einer wilden Schneeballschlacht.

Schneerollen und -kugeln
Als Paul nicht mehr rennen mag, lässt er sich fallen und kugelt den Hang hinunter. „Das geht auch zu zweit“, ruft Uwe Dresel. Paul zieht Lina zu sich in den Schnee und die beiden halten sich an den Armen fest. So rollen sie gemeinsam mit großem Getöse den Hügel hinab. Nachdem sie ihren Drehwurm überwunden haben, rollen die beiden jeweils den Schnee, bis eine große Schneekugel entstanden ist. Eine spaßige Übung, bei der viele Muskeln arbeiten müssen. Uwe Dresel hilft Lina, ihre Kugel auf die von Paul zu setzen und dann bauen die drei gemeinsam einen Schneemann. Er bekommt Arme aus Ästen, Augen aus Kieselsteinen und einen alten Eimer als Hut. Lina läuft schnell ins Haus und holt eine Karotte, damit ihr neuer, dicker Freund noch eine schöne Nase bekommt.

Karussellfahren und Formen raten
„Jetzt ist wieder Zeit für ein bisschen Ausdauersport. Lasst uns Schneekarussell fahren“, schlägt Sportlehrer Dresel vor. Paul und Lina geben ihm die Hände und er beginnt sich langsam zu drehen. Die beiden rennen im Kreis herum und das Karussell wird immer schneller. Schließlich ist allen schwindelig und die drei lassen sich mit Schwung in den tiefen Schnee fallen. „Schaut mal“, sagt Paul. „Mein Abdruck sieht aus wie Dinosaurier!“. „Stimmt. Meiner ähnelt einer Möwe“, ruft Lina. Uwe Dresel hat im Schnee kräftig mit Armen und Beinen gerudert und einen tollen Schneeengel geformt.

Werfen und Treffen
Auch die Geschicklichkeit lässt sich bei kaltem Winterwetter gut trainieren. Dafür hat sich Uwe Dresel ein einfaches Spiel ausgedacht. Die drei bauen gemeinsam eine kleine Schneeburg ohne Dach. Uwe Dresel hat Tannenzapfen gesammelt und stellt sie auf die Burg. Nun versuchen Lina und Paul abwechselnd, die Zapfen mit kleinen Schneebällen abzuwerfen. Lina trifft als erste und freut sich, ihren Bruder geschlagen zu haben. „Ich spendiere euch noch ein paar Tannenzapfen“, sagt der Sportlehrer. „Dann kann Paul es auch noch einmal versuchen.“


Eine kleine Wissenschaft der Winterwunderwelt

Sichtbarer Atem: Weißt du, warum du im Winter Wolken atmest? Wenn es kalt ist, rauchen nicht nur die Schornsteine, sondern auch Menschen und Tiere. Das liegt daran, dass die Luft, die wir ausatmen, ganz warm und feucht ist. Wenn sie in die kalte Winterluft kommt, bilden sich ganz kleine Wassertröpfchen. Die werden kurz sichtbar – als Nebel der aus unseren Mündern und Nasen strömt.

Schnee unter der Lupe: Wusstest du, dass keine Schneeflocke der anderen gleicht? Wenn du ein Mikroskop oder eine starke Lupe hast, kannst du dich selbst davon überzeugen. Lass Lupe oder Mikroskop draußen abkühlen und schau dir dann die weißen Kristalle einmal genau an. Du wirst feststellen, dass alle ein anderes Muster haben. Das ist vergleichbar mit unseren Fingerabdrücken: Auf den ersten Blick sehen ähnlich aus, aber wenn man die Linien und feinen Rillen unter die Lupe nimmt, sieht man, dass jeder Abdruck einmalig ist.

Schnee essen: Hast du schon einmal Schnee genascht? Die meisten Kinder probieren von der weißen Pracht. Da Schnee gefrorenes Wasser ist, schmeckt er eigentlich nach nichts. Wenn du in einer großen Stadt wohnst, solltest du keinen Schnee essen. Durch Autoabgase, Streusalz, Schmutz und Tierkot ist er oft so verdreckt, dass du davon Bauchweh bekommen kannst.

Häuser aus Schnee: Die Inuit, das sind die Ureinwohner der eiskalten Arktis, bauten sich früher auf ihren langen Wanderungen Schutzhäuser aus Schnee. Die so genannten Iglus (Eskimosprache für Haus) bestehen aus Schneesteinen, die die Inuit mit speziellen Messern oder Sägen ausschnitten. Wenn ein Schnee-Iglu fertig ist, sieht es aus wie eine weiße Halbkugel mit einem tieferliegenden, tunnelartigen Eingang. Der Tunnel verhindert, dass die kalte Luft von draußen ins Innere dringt. Gleichzeitig bleibt die Wärme der Menschen drinnen. Der Schnee isoliert so gut, so dass es in einem Iglu mit Temperaturen um den Gefrierpunk im Vergleich zu draußen ganz gemütlich sein kann.



Letzte Aktualisierung:

01/06/2012

Ansprechpartner/in:

Nina R. Osmers

E-Mail:

nina.osmers@dak.de
 

 
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