Aktuelle DAK-Studie zeigt deutliche regionale Unterschiede: In Bayern und Baden-Württemberg ist die Ablehnung besonders hoch
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Foto: DAK/Wigger | | |  | | Die Mehrheit der Deutschen will sich im Herbst nicht gegen die sogenannte Schweinegrippe impfen lassen. Das zeigt eine aktuelle DAK-Studie, die in der vergangenen Woche vom Forsa-Institut durchgeführt wurde. In der repräsentativen Umfrage sagten nur 14 Prozent der Befragten, dass sie sich „ganz sicher“ impfen lassen wollen. Dagegen gaben 62 Prozent an, dass sie die Vorbeugung „auf keinen Fall“ (29 Prozent) oder „wahrscheinlicht nicht“ (33 Prozent) in Anspruch nehmen werden.
Die Ergebnisse der DAK-Studie zeigen deutliche regionale Unterschiede bei der Impfbereitschaft. So ist die Ablehnung in Bayern und Baden-Württemberg besonders hoch. Hier sagten jeweils nur neun Prozent der Befragten, dass sie sich „ganz sicher“ impfen lassen würden. Dagegen gaben dies in Ostdeutschland 23 Prozent der Menschen an. In Berlin und den neuen Ländern lehnen derzeit nur 44 Prozent der Bevölkerung eine Impfung ab.
„Unsere Umfrage zeigt derzeit ein realistisches Bild, da die meisten Erkrankungen in Deutschland zum Glück sehr milde verlaufen“, sagt Horst Bölle, DAK-Experte für ambulante ärztliche Versorgung. „Sollte sich in einigen Wochen die Situation wieder verschärfen, wird dies sicher auch die Impfbereitschaft sprunghaft erhöhen. Wir sind weiterhin für eine sachliche Aufklärung.“
Derzeit sehen nur vier Prozent der Deutschen für sich selbst eine „sehr große“ Gefahr, sich in den nächsten Wochen an der Schweinegrippe zu infizieren. 82 Prozent gaben an, dass sie die Gefahr als „eher niedrig“ oder „sehr niedrig“ bewerten. In Bayern und Baden-Württemberg ist die Angst vor einer persönlichen Erkrankung besonders niedrig.
Mit 79 Prozent fühlt sich die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger durch Politik, Medien und Experten zum Thema Schweinegrippe und den möglichen Gefahren derzeit ausreichend informiert.
Quelle DAK-Gesundheitsbarometer, September 2009: Befragt wurden vom 1. bis 4. September 1.001 Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren (repräsentative Forsa-Befragung) |