EXKLUSIV FÜR JOURNALISTEN
 
 
SUCHESuchen
DAK-FORSCHUNG
DETAIL-SUCHEDetail-Suche
     
Nur drei Prozent wollen der Zigarette treu bleiben
DAK-Umfrage belegt: Raucher wollen aussteigen

Klicken Sie auf das Bild, um sich eine größere Version  anzeigen zu lassen.
Foto: DAK/Wigger
Ob gesundheitliche, private oder finanzielle Gründe – 96 Prozent der Raucher denken über einen Ausstieg nach. Nur drei Prozent wollen definitiv nicht auf Zigaretten verzichten*. 72 Prozent würden am ehesten aus gesundheitlichen Gründen aufhören, für ein Siebtel stellt das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens („Nichtraucherschutzgesetz“) einen Anlass zum Rauchstopp dar. Dies sind die Ergebnisse eines aktuellen Gesundheitsbarometers der DAK. Die repräsentative Forsa-Befragung wurde im Oktober und November 2007 unter 1.000 Rauchern und Ex-Rauchern durchgeführt.

„Die Zahlen belegen, dass auch Raucher sensibel geworden sind und sich um ihre Gesundheit sorgen“, lobt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. „Als Krankenkasse freut uns außerdem besonders, dass die aktuelle Debatte zum Nichtraucherschutz offenbar zum Nachdenken angeregt hat.“ Wer aufhören oder Freunden und Bekannten Wege aus der Sucht aufzeigen möchte, findet im neuen Online-Portal der DAK unter www.dak-rauchstopp.de Informationen, Tipps und Tests.

Hauptgrund für den Ausstieg: Die Gesundheit
58 Prozent der befragten Ex-Raucher haben sich aus Sorge um ihre Gesundheit das Rauchen abgewöhnt. Ein Siebtel der Befragten wurde durch das Nichtraucherschutzgesetz angeregt, aufs Rauchen zu verzichten. Auch ein Siebtel der Raucher nennt das neue Gesetz als Anlass für einen möglichen Rauchstopp. Für sie steht die Gesundheit noch deutlicher im Vordergrund: 72 Prozent würden das Rauchen am ehesten einstellen, um gesünder zu leben. Private Gründe kämen für ein gutes Zehntel (11 Prozent), finanzielle Gründe für ein knappes Siebtel (13 Prozent) in Betracht.

Loskommen – ganz einfach?
Weit mehr als die Hälfte der Raucher (66 Prozent) hat schon mindestens einen Anlauf unternommen, auf Zigaretten zu verzichten. Ein knappes Fünftel (18 Prozent) hat bereits mehr als drei erfolglose Versuche hinter sich. Einem Viertel der Deutschen gelang der Ausstieg jedoch. Nur jeweils zwei Prozent verwendeten dabei unterstützende Medikamente oder gingen zur Akupunktur. Weniger als ein Prozent ließ sich hypnotisieren. „Damit haben die Ex-Raucher viel diskutierten Praktiken eine deutliche Absage erteilt“, unterstreicht Kremer die Ergebnisse. „Die Erfahrung zeigt zwar, dass Hypnose und Akupunktur manchen Rauchern beim Ausstieg geholfen haben. Aber wissenschaftlich gesichert sind diese Methoden nicht.“

Hintergrund: ein Viertel der Deutschen raucht
  • 48 Prozent haben noch nie geraucht
  • 25 Prozent haben das Rauchen aufgegeben
  • 26 Prozent rauchen täglich oder hin und wieder

davon:
  • 15 Prozent rauchen gelegentlich
  • 36 Prozent rauchen bis zu zehn Zigaretten täglich
  • 40 Prozent rauchen bis zu 20 Zigaretten täglich
  • 6 Prozent rauchen bis zu 30 Zigaretten täglich
  • 3 Prozent rauchen mehr als 30 Zigaretten täglich


*An 100 Prozent fehlende Angaben: „Weiß nicht/keine Angabe“ oder „Sonstiges“.



Erscheinungsdatum:

01/09/2008

Ansprechpartner/in:

DAK-Pressestelle

E-Mail:

presse@dak.de

Telefon:

040 / 2396-1409