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Forsa-Studie Schulstress

Meinungen zu gesundheitsschädigendem Schulstress

Datenbasis: 1.002 Mütter und Väter von
Schulkindern unter 18 Jahren
Erhebungszeitraum: 3. bis 11. Juli 2008
statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte
Auftraggeber: DAK

 










 
20 Prozent der befragten Eltern stellen beim eigenen Kind bzw. den eigenen Kindern sehr häufig oder häufig deutliche Anzeichen von Schulstressfaktoren fest. 22 Prozent bemerken dies bei ihren Kindern gelegentlich, 57 Prozent selten oder nie.

Etwas häufiger als der Durchschnitt geben die Befragten in den alten Bundesländern und die Eltern von älteren Schulkindern an, bei ihren Kindern häufig deutliche Anzeichen von Schulstressfaktoren festzustellen. Die Mütter bemerken solche Symptome bei ihren Kindern häufiger als die Väter.

  • Häufigkeit von Schulstressfaktoren beim eigenen Kind *)

Es stellen beim eigenen Kind/den eigenen Kindern deutliche Anzeichen von Schulstressfaktoren fest, wie z.B. Angst vor Prüfungen, Angst vor Mitschülern oder Lehrern, Versagensängste oder ähnliches


sehr häufig / häufig
%
gelegentlich
%
selten
%
nie **)
%
insgesamt 2005
19
30
24
26
insgesamt 2008
20
22
23
34
Ost
15
27
28
29
West
21
21
22
35
Mütter
24
23
20
33
Väter
16
22
26
35
Alter der Kinder
unter 12 Jahren
17
21
22
38
12 bis unter 18 Jahre
24
25
25
25
*) Basis: Eltern mit Schulkindern unter 18 Jahren
**) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“


Auf die Frage, welche Reaktionen Schulstress beim eigenen Kind hervorruft, antworten 57 Prozent der Eltern, deren Kinder Stressfaktoren zeigen, dass das Kind dann unkonzentriert, nervös oder überdreht sei.

50 Prozent geben an, das Kind leide dann unter Kopf- oder Bauchschmerzen. Gut zwei Fünftel beobachten, dass ihr Kind dann traurig ist bzw. sich zurückzieht (43 %) oder sich den Eltern oder anderen gegenüber gereizt bzw. aggressiv verhält (42 %).

Lern- und Leistungsstörungen nennen 32 Prozent der Eltern als Reaktion des Kindes auf Schulstress und 29 Prozent geben an, dass das Kind dann nicht zur Schule gehen will.

21 Prozent geben an, dass ihr Kind mit Schlafstörungen auf Schulstress reagiert und 14 Prozent sagen, ihr Kind sei dann häufig krank.

Kinder und Jugendliche, bei denen die Eltern sehr häufig oder häufig deutliche Anzeichen von Schulstress beobachten, weisen alle genannten Symptome häufiger auf, als diejenigen, die nur gelegentlich oder selten unter Schulstress leiden.

Hinsichtlich der Reaktionen auf Schulstress lassen sich zwischen den beiden Altersgruppen nur geringe Unterschiede feststellen.


  • Reaktionen des Kindes/der Kinder auf Schulstress *)
    Schulstress ruft beim Kinde / den Kindern folgende Reaktion hervor


    Alter der Kinder
    Kinder zeigen Stressfaktoren
    insgesamt
    %
    Alter unter 12 J.
    %
    12-17 J.
    %
    ( sehr ) häufig
    %
    gelegentlich
    %
    selten
    %
    das Kind ist dann unkonzentriet nervös oder überdreht
    57
    61
    55
    75
    59
    41
    das Kind leidet dann unter Kopf- oder Bauchschmerzen
    50
    47
    54
    64
    52
    37
    das Kind ist dann traurig und zieht sich zurück
    43
    43
    43
    49
    46
    35
    das Kind wird dann den Eltern oder anderen gegenüber aggressiv
    42
    41
    44
    56
    41
    31
    das Kind leidet dann unter Lern- und Leistungsstörungen
    32
    32
    32
    53
    32
    15
    das Kind will dann nicht zur Schule gehen
    29
    30
    29
    47
    26
    17
    das Kind ist dann häufig krank
    14
    12
    16
    26
    14
    3
    *) Basis: Eltern mit Schulkindern unter 18 Jahren, die mindestens selten Anzeichen von Schulstressfaktoren zeigen
    **) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich


    2 Prozent der befragten Eltern geben an, dass ihr Kind zumindest gelegentlich Medikamente nimmt, um besser mit dem Schulstress fertig zu werden oder in der Schule leistungsfähiger zu sein. 3 Prozent der Eltern sagen, ihr Kind würde solche Medikamente selten nehmen. 92 Prozent geben an, dies sei bei ihrem Kind nie der Fall.

    Von den Eltern, deren Kinder sehr häufig oder häufig unter Schulstress leiden, geben 12 Prozent an, dass ihr Kind zumindest gelegentlich solche Medikamente nimmt.

    • Einnahme von Medikamenten *)


    Ihr Kind nimmt Medikamente, um besser mit dem Schulstress fertig zu werden oder in der Schule leistungsfähiger zu sein
      sehr häufig / häufig
      %
      gelegentlich
      %
      selten
      %
      nie **)
      %
      insgesamt
      1
      1
      3
      92
      Kindr zeigen Stressfaktoren
      ( sehr ) häufig
      7
      5
      6
      81
      gelegntlich
      0
      1
      4
      95
      selten
      1
      1
      5
      93
      *) Basis: Eltern mit Schulkindern unter 18 Jahren
      **) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“



      Erscheinungsdatum:

      08/05/2008

      Ansprechpartner/in:

      Frank Meiners

      E-Mail:

      frank.meiners@dak.de

      Telefon:

      040/2396-1332